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Kontingente sind unnötig, diskrimierend und unmenschlich

Gewerkschaften stellen sich gegen die SVP-Initiative am 9. Februar. Mit dem System der Personenfreizügigkeit kann man die flankierenden Massnahmen ausbauen und somit Probleme wie Lohndumping lösen. Das Kontigentierungssystem garantiert hingegen den Rückfall zu Lohndumping und Schwarzarbeit. Vania Alleva, Co-Präsidentin der Gewerkschaft Unia zu Folge, seien die flankierenden Massnahmen den Initianten der SVP-Abschottungsinitiative ein Dorn im Auge und nicht die Zuwanderung. Das Ziel seien noch tiefere Löhne (Anmerkung GomS: Dass die SVP nicht primär die Zuwanderung begrenzen will, zeigt ihre Äusserung vom 2. Februar, dass sie bei Annahme der Initiative mehr Arbeitskräfte aus China, Indien und Asien holen will, um den Fachkräftemangel zu decken). Kontingente sind laut Alleva unnötig, diskriminierend und unmenschlich, weil es den Zuwanderern Rechte wegnehme und somit ein Klassensystem kreiere. Das System der Kontingentierung sei vergleichbar mit der Apartheid in Südafrika. SGB-Präsident Paul Rechsteiner kritisiert hingegen an der Vorlage, dass in der Schweiz geborene Personen mit ausländischem Pass auch entrechtet würden. Gegen die Initiative sprachen sich aus: Gewerkschaftsbund und Gewerkschaften Unia, Travail Suisse und Syna. Ausserdem auch der Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner. Mehr Infos: auf srf.ch und Blick.ch.