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Bundesverfassung_1848_SchweizDas Ja zur SVP-Abschottungsinitiative am 9. Februar hat viele Bürgerinnen und Bürger geschockt und wachgerüttelt. Die Abstimmung zieht bereits Konsequenzen nach sich: Verträge und Verhandlungen mit der EU werden sistiert. Ausländische Medien berichten über den Sonderfall Schweiz. Die Verunsicherung ist auf allen Seiten gross. Ebenfalls festzustellen: eine zunehmende Politisierung der Bürger. Gleich wie andere Parteien und Vereinen, verzeichnet GomS derzeit laufend neue Mitgliederanmeldungen. Auch Pro-Europäische Vereine finden wieder mehr Zuspruch in der Bevölkerung, beispielsweise die Nebs (Neue europäische Bewegung Schweiz). Als weitere Reaktion auf die Abstimmung vom 9. Februar werden Vereine gegründet und Soirées organisiert (siehe Liste unten). GomS begrüsst dieses verstärkte Interesse an der Politik. Wir verfallen aber nicht auch in Aktionismus, sonder werden im stillen Kämmerlein das Geschehene analysieren und evaluieren, warum die Abstimmung verloren ging. Welche Argumente, welche Faktoren, welche Bedingungen führten zu einem JA? Anschliessend werden wir weitere Schritte vornehmen und kommunizieren. Das Ziel ist jedoch klar: Die Ecopop-Initiative darf auf keinen Fall angenommen werden. Wir werden alles daran setzen, ein Ja zu Ecopop zu verhindern. Aktivitäten von Organisationen und Privaten:
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GomS setzt in diesem Abstimmungskampf neben Hip Hop-Konzert, Abstimmungs-Landsgemeinde und Social Media auch auf klassische Werbung und zwar aufs Plakat. In der Umsetzung haben wir uns Mühe gegeben, mit unseren Plakatsujets aus dem Rahmen zu fallen. Denn klassische Werbung muss nicht langweilig sein. Wir wollten mit zwei Sujets zeigen, was GomS verkörpert: Eine offene, moderne und urbane Schweiz. Plakatmotiv: Schwarz-weiss GOMS_SchwarzWeiss_F4_RZ_webDas Plakat bedient sich einer Bildsprache, die Anleihen an der Tradition der klassisch-modernen Schweizer Grafik macht. Farblich wurzelt es in Op Art, die Schrift, die von weitem besser lesbar und nicht sofort entzifferbar ist, die momentan bei jungen Kunstschaffenen auf grosses Interesse stösst. Ästhetisch grenzt sich das Plakat damit von der holzschnittartigen, eben schwarz-weissen Grafik der SVP ab. Und es verweist auf die ganze SVP-Haltung, die generell nur in Schablonen denkt und stets undifferenziert bleibt. Download Druckdaten: GOMS_SchwarzWeiss_F4_RZ GOMS_Kukeri_B_F4_web_v2Plakatmotiv: Wilder Mann Das Plakat ist unüblich für eine politische Kampagne. Es erinnert im ersten Moment eher an eine Kunstausstellung, denn an eine Abstimmung. Damit punktet es – wie schon das Sujet „Schwarz-weiss“ bei einer urbanen Klientel, die sich gewohnt ist, einen Dreh weiter zu denken. Gestaltet hat es die mexikanisch-schweizerische Künstlerin Ana Roldán, und wie jedes Künstlerplakat lässt das Visuelle Spielraum für Interpretationen, derweil der Slogan „SVP-Abschottung Nein“ eine klare Haltung bennent und einen Trennstrich zieht. Ähnliche Figuren wie auf dem Plakat finden sich im Schweizer Brauchtum. Die pagane Tradition des wilden Mannes erstreckt sich über ganz Europa. Die Figur auf dem Plakat ist ein sogenannter Kukeri, die bulgarische Version des wilden Mannes. Das Plakat sagt also auch: Nicht nur in der Schweiz gibt es schöne Volksbräuche, auch im oft geschmähten Bulgarien leben Menschen, die genauso stark Volkstum und schönen Traditionen verbunden sind. Download Druckdaten:
Signierte Künstleredition des Plakats „Wilder Mann“ können für den Preis von 100 Franken (inkl. Versandkosten) bei uns bestellt werden.
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halt grenze„In Zeiten des Wachstums hatte die Schweiz immer offene Grenzen. Wenn sie die Grenzen schloss, führte das zu Stagnation, zu Stillstand, zu einer Verringerung des Wohlstands. Die Grenzen offen zu halten ist deshalb kein neues Rezept, sondern das Beibehalten eines bewährten Zustands.“ (Mathias Zehnder, bz, 1.2.2014) Mathias Zehnder räumt in einem Artikel in der bz mit dem Irrglauben auf, offene Grenzen seien eine neue Idee der EU und damit schädlich: „Bis zum Ausbruch des Kriegs vor 100 Jahren existierten Grenzen praktisch nicht. Ausländer konnten sich ohne Bewilligung in Basel niederlassen. Vor allem Deutsche nutzten das. Bei Ausbruch des Kriegs betrug der Ausländeranteil in Basel über 30 Prozent.“  Der Ausländeranteil war so hoch, weil sich nur wenige Menschen einbürgern liessen, obwohl der Einbürgerungsprozess damals viel einfacher war. Die Schweiz war sehr offen gegenüber Ausländern, es kamen Arbeitskräfte und Akademiker aus aller Welt. Laut Zehnder liegen die Parallelen zwischen der Schweiz von damals und der Schweiz von heute auf der Hand. Damals die Industrialisierung, heute die Digitalisierung. Viele Fachkräfte wanderten ein. Auch damals ängstigte man sich vor dem Ausländer, der dem Schweizer die Arbeit wegnehmen könnte. Ohne Einwanderung hätte die Schweiz aber nicht im gleichen Masse aufblühen können (Nestlé, Maggi oder Ciba wurden von Einwanderern dieser Generation gegründet). Heute braucht die Schweiz auch wieder Fachkräfte aus dem Ausland, um mit den schnellen Wandel der Gesellschaft umzugehen. Aber man will aus Angst die Grenzen schliessen.
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500px-Ballot_box_currentDas NEIN-Lager der SVP-Abschottungsinitiative befindet sich im Schlussspurt. FDP-Präsident Philipp Müller veröffentlichte in der Sonntagspresse einen Brief an die Leser, SP-Präsident Christian Levrat verschickte ein Mail an rund 100’000 Personen, in dem er zur Mobilisierung aufruft. GLP-Präsident Martin Bäumle wird in den kommenden Tagen an verschiedenen Orten Flyer gegen die SVP-Initiative verteilen. Obwohl viele Bürgerinnen und Bürger bereits ihre Stimmcouverts abgegeben haben, ist es wichtig, die letzten Unentschlossenen zu erreichen. Machen wir es also den Parteipräsidenten nach und mobilisieren wir weitere Personen, rufen sie zum Abstimmen auf und ermuntern sie, ihre Freunde und Freundinnen von den schädlichen Auswirkungen der SVP-Initiative zu überzeugen.
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Gemeinsam gegen die Abschottung [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/Foto-3.jpg“ alignment=“none“ url=““] An der der Landsgemeinde auf dem Helvetiaplatz versammelten sich rund 300 bis 400 Personen. GomS-Präsident Thomas Haemmerli fragte die Landsgemeinde in einer launigen Rede, ob Zürich zu eng sei? (NEIN!) Ob man an Dichtestress leide? (NEIN!) Ob man bei 80‘000 Einwohnern jedes Jahr die Stadt St. Gallen bauen müssen? (NEIN!) Und was die Landsgemeinde bei der SVP-Masseneinwanderung einlegen werde. (NEIN!) Eine Gegenstimme. Danach stimmten alle Teilnehmer brieflich ab. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6033.jpg“ alignment=“none“ url=““] GomS organisierte die Lands-/Stadtgemeinde im Kreis 4, weil das schweizweit eines der Quartiere mit dem höchsten Ausländeranteil ist. Gerade dort, wo man sich Zuwanderung gewohnt ist, so Haemmerli, werde die SVP-Abschottung eine masssive Abfuhr erleiden. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6047.jpg“ alignment=“none“ url=““] Diese Abstimmung, sagte Haemmerli, sei wieder einer der grossen strategischen Wegscheiden, die die Schweiz in zwei Lager teile. Hier Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände, hier Linke und Bürgerliche, hier moderne und zukunftsoffene Kräfte, da, auf der Gegenseite, die Nationalkonservativen. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/5.jpg“ alignment=“none“ url=““] So versammelten sich an der Landsgemeinde denn auch Politiker von rechts bis links, von der alternativen Liste, die in ihrem Stammland Kreis 4 stark vertreten war, bis zur rechten FDP-Nationalrätin Doris Fiala. Aus Bern angereist kamen FDP-Frauensekretärin Claudine Esseiva mit Nationalrätin Christa Markwalder und auch der Zürcher Ständerat – mit Basler Migrationshintergrund! – Felix Gutzwiller stimmte am Helvetiaplatz ab. Von der Linken erschienen die Nationalräte Jacqueline Badran (SP), Balthasar Glättli (GP) und Daniel Vischer (GP). Es kamen alle wiederkandidierenden Stadträte samt Stadtpräsidentin Corine Mauch genau so wie die neu Kandidierenden Samuel Dubno (GLP), Markus Knauss (Grüne) und Goa-Aussenseiter-Kandidat Etienne Rainer. Sie alle unterbrachen ihren persönlichen Wahlkampf, um gemeinsam die SVP-Initiative zu versenken. Und für einmal standen Unia-Leute – die die Soundanlage zur Verfügung gestellt hattten – Seite an Seite mit Arbeitgeberpräsidente Valentin Vogt und Regina Sauter, der Direktorin der Zürcher Handelskammer. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/10.jpg“ alignment=“none“ url=““] Gut vertreten war die Kultur mit Filmer Samir, der Künstlerin Pippilotti Rist, Tatort-Komissarin Delia Mayer, Popstar Dieter Meier und Verleger Patrick Frey. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6090.jpg“ alignment=“none“ url=““] Vor der Abstimmung tafelten diverse Combos in den Restaurants Volkshaus, Celia und Pergola, um für die Kälte gewappnet zu sein und gemeinsam die Stimmcouverts auszufüllen. Versagt hatte übrigens die Post, die es nicht geschafft hatte, alle Stimmcouverts zum vorgeschriebenen Termin zu liefern, so dass ein Teil der Bürgerinnen und Bürger zu roten Smybolkarten greifen musste. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/12.jpg“ alignment=“none“ url=““] Die Landsgemeinde hatte grosses mediales Echo und fand sich am Samstag sofort in den Online-Portalen (u.a. des Tagesanzeigers, Blick, Bund, Tagblatt, Berner Zeitung, Aargauer Zeitung und Neue Luzerner Zeitung). Ausserdem berichtete die NZZ Online und Print, Radio 1 (siehe Beitrag unten) und Radio 24 waren vor Ort sowie Tele Züri. Aus dem Ausland reisten der Spiegel sowie das Arte-Téléjournal an und unterstrichen damit die Bedeutung der Abstimmung. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6107.jpg“ alignment=“none“ url=““] Beiträge: Beitrag auf Radio 1:  Tele Züri NZZ Artikel im „Spiegel“ (nicht online), S. 93 SDA-Meldung: Viel Prominenz an Zürcher Landsgemeinde (Tagesanzeiger, Der Bund, Argauer Zeitung etc.)Gemeinsam gegen die Abschottung [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/Foto-3.jpg“ alignment=“none“ url=““] An der der Landsgemeinde auf dem Helvetiaplatz versammelten sich rund 300 bis 400 Personen. GomS-Präsident Thomas Haemmerli fragte die Landsgemeinde in einer launigen Rede LINK, ob Zürich zu eng sei? (NEIN!) Ob man an Dichtestress leide? (NEIN!) Ob man bei 80‘000 Einwohnern jedes Jahr die Stadt St. Gallen bauen müssen? (NEIN!) Und was die Landsgemeinde bei der SVP-Masseneinwanderung einlegen werde. (NEIN!) Eine Gegenstimme. Danach stimmten alle Teilnehmer brieflich ab. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6033.jpg“ alignment=“none“ url=““] GomS organisierte die Lands-/Stadtgemeinde im Kreis 4, weil das schweizweit eines der Quartiere mit dem höchsten Ausländeranteil ist. Gerade dort, wo man sich Zuwanderung gewohnt ist, so Haemmerli, werde die SVP-Abschottung eine masssive Abfuhr erleiden. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6047.jpg“ alignment=“none“ url=““] Diese Abstimmung, sagte Haemmerli, sei wieder einer der grossen strategischen Wegscheiden, die die Schweiz in zwei Lager teile. Hier Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände, hier Linke und Bürgerliche, hier moderne und zukunftsoffene Kräfte, da, auf der Gegenseite, die Nationalkonservativen. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/5.jpg“ alignment=“none“ url=““] So versammelten sich an der Landsgemeinde denn auch Politiker von rechts bis links, von der alternativen Liste, die in ihrem Stammland Kreis 4 stark vertreten war, bis zur rechten FDP-Nationalrätin Doris Fiala. Aus Bern angereist kamen FDP-Frauensekretärin Claudine Esseiva mit Nationalrätin Christa Markwalder und auch der Zürcher Ständerat – mit Basler Migrationshintergrund! – Felix Gutzwiller stimmte am Helvetiaplatz ab. Von der Linken erschienen die Nationalräte Jacqueline Badran (SP) sowie die Grünen Balthasar Glättli und Daniel Vischer. Es kamen alle wieder kandidierenden Stadträte samt Stadtpräsidentin Corine Mauch genau so wie die neu Kandidierenden Samuel Dubno (GLP), Markus Knauss (Grüne) und Goa-Aussenseiter-Kandidat Etienne Rainer. Sie alle unterbrachen ihren persönlichen Wahlkampf, um gemeinsam die SVP-Initiative zu versenken. Und für einmal standen Unia-Leute – die die Soundanlage zur Verfügung gestellt hattten – Seite an Seite mit Arbeitgeberpräsidente Valentin Vogt und Regina Sauter, der Direktorin der Zürcher Handelskamer. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/10.jpg“ alignment=“none“ url=““] Gut vertreten war die Kultur mit Filmer Samir, der Künstlerin Pippilotti Rist, Tatort-Komissarin Delia Mayer, Popstar Dieter Meier und Verleger Patrick Frey. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6090.jpg“ alignment=“none“ url=““] Vor der Abstimmung tafelten diverse Combos in den Restaurants Volkshaus, Celia und Pergola, um für die Kälte gewappnet zu sein und gemeinsam die Stimmcouverts auszufüllen. Versagt hatte übrigens die Post, die es nicht geschafft hatte, alle Stimmcouverts zum vorgeschriebenen Termin zu liefern, so dass ein Teil der Bürgerinnen und Bürger zu roten Smybolkarten greifen musste. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/12.jpg“ alignment=“none“ url=““] Die Landsgemeinde hatte grosses mediales Echo und fand sich am Samstag sofort in den Online-Portalen (u.a. des Tagesanzeigers, Blick, Bund, Tagblatt, Berner Zeitung, Aargauer Zeitung und Neue Luzerner Zeitung). Ausserdem berichtete die NZZ Online und Print, Radio 1 (siehe Beitrag unten) und Radio 24 waren vor Ort sowie Tele Züri. Aus dem Ausland reisten der Spiegel sowie das Arte-Téléjournal an und unterstrichen damit die Bedeutung der Abstimmung. [stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/01/WUL_6107.jpg“ alignment=“none“ url=““] Beiträge: Beitrag auf Radio 1:  Tele Züri NZZ Artikel im „Spiegel“ (nicht online), S. 93 SDA-Meldung: Viel Prominenz an Zürcher Landsgemeinde (Tagesanzeiger, Der Bund, Argauer Zeitung etc.)
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[stag_image style=“no-filter“ src=“http://goms2014.ch/wp-content/uploads/2014/02/flagge-schweiz.jpeg“ alignment=“right“ url=““] NZZ-Journalist Markus Spillmann entlarvt in einem Artikel die Politik der SVP und die Probleme der Abschottungsinitiative. GomS hat die besten Argumente und Zitate aufgelistet:
  • Immer das gleiche Thema, immer derselbe Schuldige: Nun ist der Ausländer auch noch an der Zerstörung unserer Natur Schuld: „Es ist der Evergreen der eidgenössischen Politik: Der weltweit einmalig hohe Anteil (überwiegend gut integrierter) ausländischer Staatsbürger in der Schweiz emotionalisiert. Seit Jahren trommelt allen voran die Schweizerische Volkspartei (SVP) gegen ein «gefühltes» Zuviel, wobei sehr berechnend Asyl-, Arbeits- und Sozialmigration durcheinandergewirbelt werden, begleitet von unverhohlen xenophoben Tönen. Inzwischen reichen auch Öko-Fundamentalisten den Rechtskonservativen die Hand. Schuld am zu hohen CO2-Ausstoss ist der Ausländer.“
  • Die Personenfreizügigkeit ist integraler Bestandteil des europäischen Binnenmarktes und die Schweiz und die EU sind gleichberechtige Partner. Bei einem Ja würde die Schweiz ihre Position extrem schwächen: „Die Schweiz will an diesem Markt teilnehmen, sie profitiert von den paneuropäischen Handels-, Gewerbe-, Dienstleistungs-, Bildungs- und Forschungsfreiheiten in höchstem Masse. Die EU ist dabei nicht der gütige Onkel, die Schweiz nicht eine Rosinenpickerin – sondern man ist Partner in einem hart ausgehandelten bilateralen Vertragswerk, das beiden Seiten dient.“
  • Der Ausländeranteil in der Schweiz ist relativ hoch (Anmerk. GomS: dabei ist zu bedenken, dass das Einbürgerungsverfahren in der Schweiz sehr streng ist, was die Ausländerquote erhöht (siehe watson Artikel)). Allfällige, damit einhergehende Probleme, kann man lösen. Die Schweiz ist ein ressourcenarmes Land, das auf die internationale Verflechtung in der Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft angewiesen ist. Die Politik lässt sich jedoch von einem nationalistisch-konservativen Diskurs bestimmen, der nicht mehr zeitgemäss ist.
  • Dichte ist relativ: Der Kanton Zürich hat 1,4 Mio. Menschen. Greater London ist nur wenig kleiner, hat aber 8 Mio. Einwohner. Probleme bei überbelegten Zügen können durch bessere Organisation behoben werden. Die Wohnfläche pro Kopf ist gestiegen, weil man grosszügiger wohnt als früher, und sich teilweise ein Eigenheim oder sogar mehrere Haushalte leisten kann. Um die Baby-Boom Generation, die nun ins Pensionalter kommt, abzufangen, braucht es mehr Arbeitsplätze. Solange die SVP beispielsweise Vorlagen zur Verbesserung der Berufstätigkeit von Müttern nicht unterstützt, unterstütz sie den einheimischen Arbeitsmarkt nicht und trägt somit aktiv zu mehr Migration im Land bei.
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bundesratDie SVP-Initiative hat laut einer SRG-Umfrage in den letzten Tagen leicht zugelegt, obwohl der Bundesrat, fast alle Parteien ausser der SVP, die Gewerkschaften und selbst der Bauernverband dagegen sind. Man fragt sich, was wohl der Grund sein könnte. Tagi-Journalist Hubert Mooser deutet die Zunahme an Ja-Stimmen als ein Misstrauensvotum gegen die Regierung. Der Bundesrat habe im Vorfeld zu wenig gegen die Initiative unternommen und bestehende Probleme nicht sofort bei der Wurzel gepackt. Dies sei ein Versäumnis der Regierung. Zugleich dürfe man aber auch die Zeit nach der Ablehnung des EWR (1992) nicht vergessen, in der die Schweiz in eine schwere Wirtschaftskrise mit hohen Arbeitslosenzahlen gesunken war. Erst mit den Bilateralen kam wieder der wirtschaftliche Aufstieg: „Die Schweiz musste fast ein Jahrzehnt lang rudern, bevor sie mit der EU bilaterale Verträge abschliessen konnte. Erst danach ging es wirtschaftlich wieder aufwärts.“ Ein Ja zur SVP-Abschottungsinitiative hätte ernsthafte Folgen für die Schweiz. Wer glaube, dass die EU ein Nein zur Personenfreizügigkeit tolerieren würde, sei auf dem Holzweg. Auch wenn sich beim Bürger oder bei der Bürgerin in den letzten Jahren Wut über gewisse Zustände aufgestaut hätten, so Mooser, sei dies nicht die Abstimmung, um seiner Unzufriedenheit Ausdruck zu geben. „Denn eine politische Sensation dieser Art ist das Allerletzte, was die sonst weltoffene Schweiz zurzeit brauchen kann.“ Den ganzen Kommentar lesen Sie hier.
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„Egal wie die Abstimmung über ihre Initiative am 9. Februar ausgeht: Die SVP plant schon eine neue Initiative für eine restriktive Zuwanderungspolitik“ schreibt der Tagesanzeiger heute. Und die SVP ist gemäss Tagesanzeiger auch für die Ecopop-Initiative. Sie zitiert den Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm, „die Parteileitung könne nicht anders, als die Initiative zu unterstützen … sonst riskiert sie, von der eigenen Delegiertenversammlung desavouiert zu werden.“ Dass die SVP die Ecopop-Initiative befürworten werde, sei, so SVP-NR Stamm, völlig klar. Was lernen wir daraus? Nichts, was wir nicht schon gewusst hätten! Vielmehr wird einmal mehr klar: Die SVP wird nie Ruhe geben, das Thema „Ausländer“ bis in die Ewigen Jagdgründe bewirtschaften. Sie schreckt dabei auch nicht vor super-radikalen Initiativen wie der Ecopop zurück, die noch weniger umsetzbar sind, als die anstehende „Abschottungsinitiative“. Die SVP muss Ecopop unterstützen, weil sie seit Jahrzehnten ein Klima der Ausländerfeindlichkeit schürt und ihre Basis nun erwartet, dass von der SVP alles unterstützt wird, was gegen Ausländer gerichtet ist. Ausländer sind gemäss der SVP für alles Übel verantwortlich, sie sind der Sündenbock. Dass „wir Schweizer“ immer längere Strecken pendeln, ist egal. Dass „wir Schweizer“ pro Person immer mehr Quadratmeter bewohnen, ist egal. Schuld an vollen Zügen, schuld an teuren Wohnungen ist – „der Ausländer“. Gegen diesen Schwachsinn wehren wir uns! Zum Artikel: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/SVP-will-neue-Initiative-gegen-Zuwanderung/story/13619057
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SVPDie SVP hat von ihrer ‚gemässigten‘ Kampagne mit den Apfelbäumchen Abschied genommen. Mit dem Sujet „Bald eine Million Muslime?“, das Alt-Nationalrat Ulrich Schlüer in verschiedenen Zeitungen drucken liess, zielt die SVP wieder auf die Ängste in der Bevölkerung. SVP-Nationalrat Walter Wobmann zu Folge müsse man ja noch Munition für den Schlussspurt haben. Das dominante Argument in der Debatte seien immer noch die Ausländer. Die SVP ist damit zurückgekehrt zu dem, was sie am besten kann: die Fremdenfeindlichkeit schüren. Philipp Loser hat auf tageswoche.ch einen interessanten Beitrag über den Wandel der SVP geschrieben.
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